Das Wattenmeer schützen

Wir lieben unser einzigartiges Wattenmeer und die in ihm beheimateten Tierarten. Das Weltnaturerbe ist nicht nur wunderschön anzusehen, sondern auch ein essenzielles Ökosystem, dessen Störung Folgen unvorstellbaren Ausmaßes hätte. Seit über 15 Jahren kämpfen wir Cuxländer gegen die Elbvertiefung und dem Ausbaggern der Fahrrinne – leider erfolglos. Seit diesem Jahr sind die Saugbagger in der Elbe unterwegs. Die möglichen Folgen: Der Verlust wertvoller Lebensräume für Tiere und Pflanzen, schneller auflaufende Fluten und weniger Sauerstoff im Wasser, sodass immer mehr Fische ersticken. 

Mittlerweile sind die Baggerarbeiten nahezu abgeschlossen. Doch belasteter Schlick im Hamburger Hafen bedroht die Pläne der Hansestadt. Wird dieser nicht zeitnah entsorgt, ist die Elbvertiefung und die damit einhergehende Störung unseres Wattenmeers womöglich vergebens – die Containerschiffe, die Grund für die Elbvertiefung sind, könnten dann wohl dennoch nicht auf der Elbe und somit in den Hamburger Hafen fahren. 

Ein Schlag ins Gesicht aller Cuxländer, die sich für den Naturschutz engagieren, ist der Plan der Hamburger, den verseuchten Schlick am Rande des Nationalparks vor der Vogelinsel Scharhörn und somit in unmittelbarer Nähe zu unserer Küste und zu wichtigen Lebensräumen zu verklappen. 

Unser Wattenmeer als Deponie? Auf keinen Fall! 

Das dachten sich auch über 500 Bürger, die sich am 9. Oktober vor der Alten Liebe zu einer Demonstration versammelten – und denen wir uns anschlossen. Redner der SPD, der Grünen, mehrerer Bürgerinitiativen und Umweltorganisationen machten klar, dass sie die hanseatische Ignoranz und Arroganz gegenüber dem Lebensraum einer einzigartigen Flora und Fauna nicht mehr hinnehmen. 

Künftig kommen die Elbvertiefungs- und Schlickverklappungsgegner jeden zweiten Freitag im Monat um 15 Uhr zu einer Mahnwache an der Alten Liebe zusammen. Wir, das Team von Visit Cuxhaven, stehen hinter den Protesten für den Naturschutz. Auch, wenn große Teile der Elbvertiefung schon abgeschlossen sind – für den Schlick müssen sich die Hamburger etwas anderes überlegen. Wir wehren uns!