Das Stück hat seinen Ausgangspunkt in den tatsächlichen historischen Ereignissen der Monate Oktober 1918 bis Sommer 1919. Im Mittelpunkt der Erzählung stehen fünf Protagonisten: ein Kieler Matrose, eine Hamburger Fabrikarbeiterin, ein Freikorpsmann, Reichswehrminister Noske und der Hamburger Bürgermeister Werner von Melle. Einige unserer Protagonisten sind fiktiv, andere existierten real. In dieser Theateranordnung werden sie sich begegnen. Ihre Geschichten und Loyalitätskonflikte spiegeln diese wirren Zeiten.

Der Erzählstrang führt von der Meuterei der Kieler Matrosen im Okt./Nov. 1918 und der Gründung der dortigen Soldaten- und Arbeiterräte bis hin zur gesamtdeutschen Zerschlagung und Unterdrückung der verbliebenen basisdemokratischen Bewegungen. Das theatrale Bindeglied zwischen den Ereignissen damals und heute bildet ein Advocatus Diaboli, der aus unserer Zeit heraus das ganze gegenüber dem Publikum kommentiert. Jede einzelne Figur steckt in tiefsten Solidaritäts- und Loyalitätskonflikten. 

Wir veranschaulichen, wie sehr Hunger und Aussichtslosigkeit, aber auch die Verheißung einer neuen menschlicheren Zeit die Gefühle bestimmen und unter welchen Opfern diese Menschlichkeit verloren geht bzw. bewahrt bleibt. Wir stellen auch – aus heutiger Sicht – die Frage, welche politischen und gesellschaftlichen Modelle damals möglich gewesen wären und der „Notwendigkeit“ und politischen Pragmatik geopfert wurden.

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