Krabben, Kohl und Pinkel - die Spezialitäten der Küste sind etwas Besonderes. Das fängt schon bei ihrem Namen an. Die traditionelle Speisekarte von Cuxhaven ist geprägt, von dem was die Fischer aus dem Meer holen und was die Landwirtschaft in Marsch, Moor und Salzwiesen so hergibt. Fischerei und Landwirtschaft prägen den Speisezettel rund um Cuxhaven, der Stadt am Meer.

Der Fisch schmeckt an der Küste in vielfältiger Weise. Manch einer genießt ihn mit Speck-Soße serviert. Genau, das mache ich. Ich gönne mir heute eine Scholle Finkenwerder Art. Verlockend ist auch der Räucherfisch in der Auslage des Fischgeschäftes direkt am Hafen - auf Buchenholz geräuchert. Einfach lecker! Die Ware kommt täglich frisch, fangfrische Krabben, hausgemachte Salate und Räucherfisch aus der hauseigenen Räucherei. Und sieh' mal da! Ein Bistro mit Sonnenterrasse und Hafenblick. 

Eine typische Spezialität sind auch die kleinen Garnelen, die an der Nordseeküste Krabben heißen. Nicht billig, aber köstlich - besonders, wenn Fischliebhaber die Krabben frisch gekocht - erst dann erhalten die braun-grauen Krustentiere ihre zartrosa Farbe -  und ungeschält direkt vom Krabbenkutter kaufen. Miesmuscheln fangen die Fischer an Muschelbänken im niedersächsischen  Wattenmeer. In Gemüse- oder Weinsud gegart schmecken sie einfach köstlich. 

Die auf den Marschwiesen weidenden Niedermoorrinder schenken den Küstenbewohnern Milch, Käse und Fleisch. Hier schnuppern die Kühe, Rinder und Ochsen 100 Prozent frische Landluft mit Meersalz. Das Fleisch aus ökologischer Haltung ist gesund. Die auf Salzwiesen gedeihenden Niedermoorrinder sollen in artgerechter Haltung heranreifen. Die Salzwiesenbauern nennen ihre Tiere auch Landschaftspfleger. Denn ihre Aufgabe besteht darin, die Böden der Salzwiesen zu verdichten und die Gräser kurz zu halten. Dadurch werden die Deiche stabiler. Sie halten nun den Fluten der Nordsee besser stand. Dabei bewegen sich die Tiere in ihrem natürlichen Rhythmus an der frischen, salzhaltigen Luft und fressen dabei die aromatischen Gräser als auch Kräuter der Salzwiesen. (Von Carmen Monsees)