Im Alten Fischereihafen entstehen sieben Hektar Zukunft: Unter dem Motto „maritime Tradition, neu gedacht“ verbinden sich Gastronomien und Manufakturen, Hotels und Freizeitangebote, Büros und Services. Ab jetzt können sich interessierte Gründerinnen und Unternehmer aus Cuxhaven und der Region auf www.afh-cuxhaven.de mit ihren Ideen bewerben. 

Der Fahradkulturladen sucht schon ganz konkret Betreiber, ebenso das Krabbenfischer-Restaurant. Für die meisten Flächen im Alten Fischereihafen geht es im ersten Schritt noch um Ideen und Konzepte, wie Unternehmer Norbert Plambeck sagt: „Wir haben versprochen: Die Cuxhavener erfahren es als erstes. Also erfahren sie als erstes: Wir suchen engagierte Gründer und Betreiber für Gewerbe im AFH.“

Vision für den Alten Fischereihafen

Die Entwicklung des Alten Fischereihafens Cuxhaven soll zum Impuls für Stadt und Region werden. Dafür wurde in den vergangenen Monaten intensiv an einem Nutzungskonzept gearbeitet: Fischhallen und alte Schmieden sollen saniert, die Kaimauer restauriert und mit einer Tiefgarage untertunnelt werden. Dazu ist eine Reihe von Neubauten geplant, die Raum bieten für Gastronomie und Kultur, Übernachtungsmöglichkeiten, Veranstaltungen und Büroflächen. „Es geht uns um eine ganzheitliche Entwicklung des Geländes. Wir möchten, dass die Tradition des Fischerei- und Hafenstandorts in einem zeitgemäßen und zukunftsweisenden Nutzungskonzept weiterlebt“, sagt Plambeck. Um die Vision mit Leben zu füllen, setzt er nun auf den Gründergeist der Cuxhavener: „Für und war immer klar: Wenn sich jemand von hier bewirbt und das Konzept stimmt – dann ist das für uns die beste Lösung.“

Gesucht: Manufakturen, Erlebnisse – und große Ideen

„Im Fischereihafen werden weiter Krabben gepult und Netze geflickt, aber künftig vielleicht auch Biere gebraut oder Surfboards gehobelt“, sagt Thomas Wind, einer der beiden Geschäftsführer des AFH. Die Handwerkstradition des Ortes soll in einer Vielzahl von Manufakturen aufgegriffen werden, die Geschichte als „Tor zur Welt“ in thematischen Veranstaltungen und weltgewandter Gastronomie. „Wir suchen Bäcker und Brauer, Destillerien und Kochkurs-Anbieter, aber auch innovative Unternehmen und allgemein Menschen mit großen Ideen, die hier in Cuxhaven etwas starten wollen“, sagt Wind. Neben Gastro- und Erlebnisangeboten sollen in die Alten Fischhallen unter anderem ein Fahrradhotel und eine Markthalle einziehen. Geplant ist auch ein Designhotel mit Fokus auf Geschäftsreisende – und ein Premium-Hotel mit öffentlicher Aussichtsplattform als architektonische Landmarke an der Hafenausfahrt. Kim Pörksen, Geschäftsführer der Agentur going places, leitet im Auftrag der Alter Fischereihafen Cuxhaven GmbH die Marken- und Nutzungskonzeption für den AFH, denkt dabei noch einen Schritt weiter: Für die rund 20.000 Quadratmeter Bürofläche mit Hafenblick will er vor allem Unternehmen aus der Wachstumsbranche der sauberen Technologien gewinnen. „Hier hat Cuxhaven als Standort eine große Chance, mit dem Siemens-Werk vor den Toren, dem Zugang zu den Offshore-Windparks in der Nordsee und schon jetzt immensem Know-How. Der AFH wird in Sachen Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit zum „Schaufenster Energiewende“, das selbst international Wellen schlagen wird. Aber auch kurzfristig zur Zwischennutzung werden Macher und Mieter gesucht. Vom temporären Beachclub bis hin zur Atelier- oder Lagerfläche – der AFH bietet Freiraum für Ideen.