Nur der Horizont setzt meinem Blick eine Grenze. Ich fühle schon bei meinem ersten Schritt über den Deich, in dieser befreienden Weite kann ich meine Seele aufatmen lassen. Den Kopf mal wieder so richtig frei bekommen an der Nordseeküste in Duhnen: Ebbe und Flut treffen sich gerade zum Schichtwechsel. Mein Urlaub beginnt und der wohl bekannteste Cuxhavener Kurteil am Weltnaturerbe Wattenmeer entfaltet sogleich eine besondere Faszination.

Wer in Duhnen seine Tagesfreizeit oder den Urlaub verbringt, liebt das mitunter spektakuläre aber allzeit gepflegte Strandleben. An einem der schönsten Strände der Region lässt das Naturschauspiel der Gezeiten auch mich nicht unberührt. Ich will ihn durchwandern, diesen besonderen Lebensraum mit seinem faszinierenden Ökosystem. Bei Ebbe erstreckt sich das Wattenmeer kilometerweit. Ein erfahrener Wattführer weist mir den Weg durch den Schlick zur Insel Neuwerk, seine Haut von Sonne und salziger Luft gegerbt, das Haar weiß. Plötzlich will ich nur noch eines, die Natur genießen. Von fern höre ich die Sportbegeisterten am Strand, die unterdessen ihrem sportlichen Höhepunkt entgegenfiebern. In Duhnen schlägt eben auch das Herz leidenschaftlicher Strand-Sportler. Im Stadion am Meer verbreiten spannende Beach-Wettkämpfe ein Flair von Freiheit und Abenteuer.

In dem Urlaubsort mit Niveau entstand im Jahr 1902 die Idee zum weltweit einzigartigen Pferderennen auf dem Meeresboden. Wenn heute schnelle Galopper, Pferdewetten und beste Unterhaltung das Strandleben dominieren, steht ein Sonntag im Hochsommer ganz im Zeichen des Duhner Wattrennens. Wenn Trab-Rennpferde vor dem Sulky den Schlamm an der Wasserkante meterhoch aufspritzen lassen, lockt das Großereignis tausende Beobachter auf den Deich vor feiner Hotel-Kulisse. Doch auch ohne Nervenkitzel kann sich Duhnen sehen lassen. Hinter dem Deich warten charmante Cafés, Bistros, Restaurants, Bars, Boutiquen und Einkaufsmöglichkeiten für jeden Bedarf. Wer sich in den Straßen und Gassen tummelt, erkennt, dass sich neben dem Tourismus auch der Alltag der Einheimischen abspielt. Von übergroßen Bettenburgen keine Spur, stattdessen begegnen dem Besucher stilvolle Hotels, die teilweise in Familientradition weitergeführt werden. Mitunter romantisch wirkende, kleine Häuser gesellen sich dazu. Von der Jugendunterkunft über Standard-Ferienwohnungen bis hin zu luxuriösen Spa- und Sky-Suiten, die Auswahl für traumhafte Nächte ist groß. Es wirkt sympathisch, wie hier im eleganten Küstenort mit seinen vielfältigen Möglichkeiten alles so unaufgeregt entspannt wirkt. Alles bietet sich an, nichts drängt sich auf.

Duhnen ist zwar im Sommer der Inbegriff für pulsierendes Strandleben in allen Facetten. Von seinem Charme und den Aussichten büßt der Cuxhavener Kurteil auch im Frühjahr, Herbst und Winter aber nichts ein. Haben Sie den blanken Hans je einmal erlebt? Der wird Ihnen zu diesen Jahreszeiten an der Küste bestimmt begegnen. Doch keine Sorge, eine hervorragende Alternative, wenn die steife Brise über die Nordsee fegt, ist der Besuch im Thalassozentrum- und Meerwasserwellenbad in Duhnen. Im Spiegel der Natur empfiehlt sich das Wattenmeer-Besucherzentrum, auch WattBZ genannt, im Nachbarort Sahlenburg. (Von Carmen Monsees)

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Sonne, Spaß und Strand

Die Zehen im Sand eingraben, die aromatische Luft inhalieren und das Salz auf der Haut spüren. Urlaub an der Nordsee ist Erholung pur. Das weite Watt, die Ruhe in der Natur und das maritime Flair sind Entspannung für Körper, Geist und Seele. Der Horizont dehnt sich ins Endlose und macht die Gedanken frei. In Duhnen wimmelt es nur so von Urlaubern, pulsierend, bunt und voller Leben ist der Ort. In den Strandkörben, der „Loge am Meer“, im Watt, in den vielen gemütlichen Lokalen und Restaurants tummeln sich Feriengäste. Überall fröhliche Gesichter. Sonne macht gute Laune. Und verdrängt sogar die kleine Schauerwolke, die plötzlich aufgetaucht ist. Junge Familien sind herzlich willkommen! Wenn der Wettergott grollt, locken das Meerwasser-Brandungsbad ahoi und der Adventure Golf Park Duhnen sowieso. Endlich mal wieder Zeit, sich mit den Kids auf ein Spiel einzulassen! (Von Joachim Tonn)