Wer sich gern auf das Fahrrad schwingt und sich dabei den Seewind um die Nase pfeifen lassen möchte, dem verspricht der Elbe-Radweg viele interessante Ausblicke. Eine Fahrradtour auf dem gut ausgebauten Radweg ist die ideale Voraussetzung für sportliche Betätigung, allein oder mit der ganzen Familie. Langweilig wird es nicht, denn es gibt viel zu sehen entlang des Elbe-Ufers. Während die Schafe friedlich auf dem Deich und dem Deichvorland grasen, zieht mitunter ein großes Kreuzfahrt- oder Frachtschiff fast zum Greifen nah vorbei, das bestaunt werden kann.

Von Otterndorf führt der Weg nach Cuxhaven bis zur Aussichtsplattform "Alte Liebe". Doch vorher passiert der Fahrradfreund einige Sehenswürdigkeiten, wie den schneeweißen Leuchtturm "Dicke Berta" in Altenbruch. Auch das imposante Siemens-Werk - Deutschlands größtem Hersteller für Offshorewindturbinen - am Ufer der Elbe, liegt auf dem Weg. Weiter geht die Radtour durch den Hafen von Cuxhaven, vorbei am Wrakmuseum "Windstärke 10".

Dann ist es Zeit zum innehalten, bei einem Abstecher in den Alten Fischereihafen. Tief einatmen, Frischluft tanken und den weiten Blick genießen, denn hier hinter dem Schleusentor beginnt die echte Seefahrt. Hier, wo die Elbe, die in diesem Abschnitt vor Cuxhaven als der meist befahrene Wasserweg der Welt gilt, in die Nordsee mündet. Die "Alte Liebe" kann man beim Blick über die Hafeneinfahrt ebenfalls erkennen.

Wer sich nicht satt sehen kann an der Weite des Horizonts, der radelt von der "Alten Liebe" aus weiter durch die Kilometer lange "Grimmershörnbucht" bis in den Cuxhavener Kurteil Döse. Die maritime Atmosphäre lässt einen nicht los. Von Weitem ist die Kugelbake zu erblicken. Das Bauwerk aus Holz ist das Wahrzeichen Cuxhavens und ein beliebter Platz zum Schiffe bestaunen. (Von Carmen Monsees)